Der
Sperrholzschalenbau
Die Längsspantdiagonalbauweise ähnelt der Vollholzbauweise
am meisten. Die Furniere werden über Längsspantleisten
aufgeplankt. Erforderlich sind mindestens drei Lagen Furniere
mit ca. 2mm Stärke, die in einem Winkel von 90° zueinander
verlegt werden.
Die Formverleimung findet an einem festen Blockmodel (Positivmodel),
über das die Furniere unter Druck geleimt werden, statt.
Um den notwendigen Leimdruck zu erzeugen verwendet man verschiedene
Verfahren (Sandsäcke, Keile und Streben, oder heute gebräuchlicher
Vakuum).
Kunststoffbau
Fast alle GFK Yachten werden in einer Hohlform (Negativform
oder Matrize) gebaut, also von außen nach innen. Seltener,
meistens bei Eigenbauten, wird der Rumpf über einem Spantskelett
(Positivform) auflaminiert. Diese Positiv- oder Negativformen
bestehen meistens aus einem Stück. Nur bei größeren
Schiffen ist die Form manchmal zweiteilig und die Rumpfhälften
müssen später miteinander verbunden werden. Bei
der Sandwichbauweise wird zwischen zwei Laminatlagen ein leichter
Kern aus Balsaholz oder Hartschaum manchmal auch Carbon eingebracht.
Diese Bauart ergibt ein extrem steifes Boot mit wesendlich
weniger Gewicht.
Bau
in einer Negativform
Um eine Negativform zu erhalten muss erst eine Positivform
meist aus Holz gefertigt werden.
Über diese Positivform wird die Negativform aus GFK aufgebaut
und nach dem Aushärten verstärkt. Eine Negativform
kann sehr oft wieder verwendet werden und eignet sich daher
ausgezeichnet zum Bau von Großserien. Die Form wird
erst mit einem Trennmittel behandelt um den Rumpf später
herausheben zu können. Dann wird das Gelcoat ( Deckschicht
aus Harz ) aufgetragen. Gelcoat enthält Farbpigmente
und bildet die Außenhaut des Bootes. Sobald das Gelcoat
ausgehärtet ist kommt darauf eine Harzschicht in die
Lage um Lage Glasfasermatten eingelegt werden. An Stellen
mit großer Belastung werden zusätzliche Lagen einlaminiert.
( Kiel, Wanten etc. ) Auch hier gibt es mehrere Verfahren
( Hand auflege oder Faser - Spritzverfahren und das Depotverfahren
weiters das Press-, Vakuum-, Vakuum- Injektion, und Rotations-
Gussverfahren ).